Kampfsport und Bodybuilding – eine sinnvolle Kombination?

Kampfsport und Bodybuilding

Ist Kampfsport und Bodybuilding in Kombination sinnvoll? Oder leidet die Schnelligkeit und Wendigkeit gegenüber der größeren Muskelmasse? Dieser Frage werde ich in diesem Artikel nachgehen und beschreiben, wie eine Kombination aus Kampfsport und Bodybuilding im Alltag aussehen könnte!


 

Kampfsport oder Bodybuilding – wo liegt Deine Leidenschaft?

Zuerst einmal solltest Du Dir die Frage stellen, was Du eigentlich erreichen möchtest und wofür Dein Herz mehr schlägt.

Ist Arnold Schwarzenegger Dein Vorbild und daher Dein Ziel möglichst viel an Muskelmasse aufzubauen oder möchtest Du ein erfolgreicher Kampfsportler wie beispielsweise Conor Mcgregor werden und sogar Meisterschaften und Turniere gewinnen?

Wenn also Dein Ziel ist mehr als einen kleinen Sixpack und 35 cm Oberarme aufzubauen, dann wirst Du das nicht erreichen, indem Du 5 mal in der Woche zum Karate Training gehst. Denn hier sind Schnelligkeit, Wendigkeit und viel Kondition gefordert!

Große Muskelmassen ziehen aber Deine Beweglichkeit und Kondition nach unten und hier liegt auch schon das “Problem”.

Fazit: Natürlich kannst Du auch beides miteinander Kombinieren. Das eine schließt das andere nicht aus, jedoch ist beides auf hohem Niveau grundsätzlich nicht möglich!

 

Kampfsport und Bodybuilding


 

Erreiche Deine Ziele schneller, indem Du Prioritäten setzt!

Wenn Du also Kampfsport und Bodybuilding in Kombination ausüben möchtest, dann solltest Du die Priorität auf eine der Beiden Sportarten setzen.

Je nachdem wie Du Dich entscheidest, stehen Dir zwei Optionen für Dein Training zur Verfügung:

1. Für Dich ist Kampfsport ein Ausgleich zum Bodybuilding/Kraftsport?

Wenn Dein Ziel in erster Linie maximaler Muskelaufbau ist, dann solltest Du in Deinem Trainingsalltag folgende Punkte beachten:

  • Falls Du gerade nach einem 3er, 4er oder höheren Split trainierst solltest Du hier die Trainingsfrequenz reduzieren. Ein Ganzkörper-Trainingsplan oder ein 2er-Split mit 3 Trainingseinheiten pro Woche reichen völlig aus, um noch zusätzlich 1-2 Trainingseinheiten Kampfsport zu absolvieren.
  • Achte auf eine ausreichende Regeneration an trainingsfreien Tagen!
  • Die Kohlenhydrat- und Eiweißzufuhr sollte etwas erhöht werden, da ein ansträngendes Kampfsport-Training locker mal 800 Kcal und mehr verbrennen kann.
  • Muskeltraining am Eisen und Kampfsport-Training sollten unbedingt an getrennten Tagen durchgeführt werden.

2. Du bist ein Kampfsportler und möchtest nebenbei Muskeln und Kraft aufbauen?

Eine gute und starke Muskelbasis bringt vor allem im Kampfsport sehr viele Vorteile mit sich!

Die aus meiner Sicht beste Lösung um Kampfsport und Bodybuilding zu vereinen, ist neben dem Kampfsport noch zwei Einheiten Muskeltraining hinzuzufügen. Folgende Punkte solltest Du in diesem Fall beachten:

  • Als Trainingssystem eignet sich hierfür ein Ganzkörper-Trainingsplan besonders gut.
  • Die Sätze sollten mit maximal 6-8 Wiederholungen ausgeführt werden.
  • Die Ausführung sollte aus einem explosiven positiven Teil und einem langsam negativen Teil bestehen.
  • Es sollte vermehrt Wert auf eine eiweißreichere Ernährung gelegt werden.

 

Beispiel Muskelaufbau-Trainingsplan für einen Kampfsportler

Wie oben schon beschrieben eignet sich für einen Kampfsportler ein Ganzkörper-Trainingsplan der zweimal pro Woche durchgeführt wird besonders gut. Im Folgenden habe ich Dir einen Beispiel Trainingsplan zusammengestellt. Dabei kann Woche 1 und Woche 2 abwechselnd absolviert werden:

Woche 1

  • 4 Sätze Kniebeugen á 6-8 Wiederholungen
  • 4x Sätze Kreuzheben á 6-8 Wiederholungen
  • 4x Sätze Bankdrücken á 6-8 Wiederholungen
  • 4x Sätze Bauchtraining á 12-15 Wiederholungen

Woche 2

  • 4 Sätze Langhantel-Ausfallschritte á 6-8 Wiederholungen
  • 3 Sätze Klimmzüge á 6-8 Wiederholungen
  • 4 Sätze Kurzhantel-Schrägbankdrücken á 6-8 Wiederholungen
  • 4 Sätze Bauchtraining á 12-15 Wiederholungen

 

Muskeltraining als Kampfsportler auch Zuhause möglich?

Als Kampfsportler kannst Du den oben erwähnten Beispiel-Muskelaufbau-Trainingsplan auch ganz einfach von Zuhause aus durchführen! Alles was Du dafür an Equipment benötigst sind folgende Trainingsgeräte:

 

Fazit

Kampfsport und Bodybuilding können sehr gut zusammen kombiniert werden. Neben dem Kampfsport auch gesondert die Muskeln zu trainieren ist sehr sinnvoll, um stärker zu werden.

Auch umgekehrt kann Kampfsport eine kluge Ergänzung zum Bodybuilding sein, denn hier werden Ausdauer, Mobilität und Schnelligkeit trainiert, welche im Kraftsport meist zu kurz kommen!



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9 Kommentare

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    • Avatar for Peter Böhm
    • Emanuel on 10. Oktober 2017 at 10:35
    • Antworten

    Vielen Dank für die Tipps! Betreibe zwar auch schon länger verschiedene Kampfsportarten, aber man lernt nie aus.
    Ich versuche mein Training auch immer abwechslungsreich zu gestalten, habe aber in letzter Zeit mehr in Schnelligkeit und Schnellkraft investiert.

    LG und viel Spaß weiterhin beim Training.

    • Avatar for Peter Böhm
    • JonBoxJones on 11. Oktober 2017 at 14:30
    • Antworten

    Nach jedem Training an die Klimmzugstange und dann 3-4 Sätze reicht absolut. Kraft ist gut aber gerade im Kampfsport sollte man viel auf die Schnelligkeit legen. Nehmen wir zum Beispiel Bruce Lee. Er war eher athletisch-dünn gebaut, hatte aber eine gute Schlagkraft durch seine Schnelligkeit erzielen können.

      • Avatar for Peter Böhm
      • Saleh Bitar on 12. Oktober 2017 at 08:40
      • Antworten

      Östliche Kampfkünste und Kampfsportarten erfreuen sich in letzter Zeit an immer grösser werdenden Beliebtheit. Dies ist wohl so, aufgrund der wachsenden Unsicherheit im Volk, durch Wirtschaft und Krieg.

      Kung Fu ist wohl der Ursprung aller Kampfkünste und kommt aus dem Herzen Chinas. Das Kung Fu trainiert Körper und Geist, dadurch kann man durch das Training gut dem Alltagsstress entwischen, sich harmonisch ausgleichen und auch die Lebensenergie (das Chi) auffrischen.
      Natürlich ist das Kung Fu eine effiziente Selbstverteidigung, welche auch besonders für Frauen, vor allem das Wing Chun, sehr interessant ist. Durch die Techniken des Kung Fu, können sich schwächere Personen oder Personengruppen gut gegen stärkere wehren, da hier nicht das Prinzip der “Kraft gegen Kraft” gilt, sondern das der “Kraftübertragung”.

  1. Hallo zusammen,

    ich habe auch festgestellt, dass es wirklich viel ausmacht, wenn man verschiedene Kampfsport Arten kombiniert. Das geniale ist, dass viele Vereine heute, ganz schön was an unterschiedlichen Styles im Programm anbieten.

    • Avatar for Peter Böhm
    • Thomas Klüh on 12. Oktober 2017 at 07:11
    • Antworten

    Danke für die Tipps – ich versuche auch das Ganze unter einen hut zu bringen. Ist nicht immer ganz einfach – zeitlich und auch körperlich.

    1. Hallo Thomas,
      ja ein wenig Zeitmanagement und Planung ist da sicherlich gefragt!
      Am meisten hilft mir aber wenn ich auf meinen Körper höre. Nur wenn ich mich auch 100% fit fühle kann ich auch 100% im Training geben, egal ob Kampfsport oder Muskeltraining.

      Viel Erfolg!
      Peter

    • Avatar for Peter Böhm
    • Susi Naber on 12. Oktober 2017 at 17:37
    • Antworten

    Vielen Dank für die Tipps. Habe Variante 2 mit dem Trainingsplan selber ausgetestet und war gleich begeistert.
    Kann es jedem nur Empfehlen.

    • Avatar for Peter Böhm
    • Petja Derksen on 29. Oktober 2017 at 23:38
    • Antworten

    Cooler Beitrag. Ich mache selbst seit Jahren Kampfsport ( Taekwondo).

    Lg
    Petja von Taekwondoblog

  2. Sehr guter Beitrag.
    Die Kombination von Krafttraining und Kraftsport (ich benutze bewusst nicht den Begriff Bodybuilding) ist für viele Trainierende sehr interessant.
    In den allermeisten Kampfsportarten und Kampfkünsten wird das Krafttraining an das Ende der Trainingseinheiten gelegt, um das Techniktraining nicht zu behindern. Da muss sich also jeder Kampfsportler Gedanken machen, wie er Impulse in seinem Krafttraining noch organisieren kann.
    Und weil ich älter als 20 , 25 Jahre alt bin, muss ich mir Gedanken um ausreichende Regeneration und Übertraining machen…

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