Laktoseintoleranz – was tun, bei Problemen mit Milchprodukten?

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Laktoseintoleranz Ernährung

Milchprodukte enthalten viel hochwertiges Eiweiß und werden daher beim Muskelaufbau gerne verzehrt. Eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit), kann hier schnell ein lästiges Problem werden. Erfahre deshalb in diesem Beitrag, wie eine richtige Laktoseintoleranz Ernährung aussehen kann, welche Symptome auftreten können und wie Du mit Hilfe eines Laktoseintoleranz Test schnell herausfindest, ob der Milchzucker auch für Dich ein Problem ist…

 

Was ist Laktoseintoleranz?

Laktose ist eine Form von Zucker, welche vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Sie wird daher auch Milchzucker genannt. Normalerweise verarbeitet der Körper eines Menschen Laktose mit Hilfe des Enzyms Laktase.

Obwohl die meisten Säugetiere Laktase nicht mehr produzieren nachdem sie abgestillt sind, produzieren es einige Menschen jedoch im Laufe des Lebens auch weiterhin. Es gibt jedoch auch Menschen die nicht genügend oder gar keine Laktase im Körper bilden.

Die Folge ist dann nach dem Milchkonsum, dass der Körper den Milchzucker nicht mehr verarbeiten kann und es deshalb zu Verdauungsproblemen kommt. Bauchschmerzen und Durchfall sind dann meist die Folge.

In diesem Fall spricht man dann von einer Laktoseintoleranz oder Milchzuckerunverträglichkeit.

 

Welche Ursachen für eine Laktoseintoleranz gibt es?

Laktoseintoleranz ist weitgehend genetisch bedingt. Es gibt jedoch auch einige weitere, eher seltene, Ursachen, welche ebenfalls zur Entwicklung von Symptomen dieser Erkrankung beitragen können:

  • Kongenitale oder Angeborene: Dies ist die Hauptursache für eine Laktoseintoleranz, denn das genetische Erbgut sorgt dafür, dass der Körper weniger Laktase als üblich produziert.
  • Gastroenteritis: Ist eine Magen-Darm-Entzündung und kann den Darm für ein paar Wochen von Laktase isolieren.
  • Parasitäre Infektion: Dies kann vorübergehend zu einer reduzierten Laktaseproduktion führen.
  • Eisenmangel: Ein Mangel an Eisen in der Ernährung kann die Verdauung und Aufnahme von Laktose stören.

 

Laktoseintoleranz Symptome – welche Anzeichen sind typisch für eine Milchzuckerunverträglichkeit?

Die Symptome einer Laktoseintoleranz können leicht bis schwer sein, je nachdem wie viel Laktase der Körper einer betroffenen Person noch produziert. Die Symptome beginnen in der Regel 30 Minuten bis 2 Stunden, nachdem die betroffene Person ein Milchprodukt getrunken oder gegessen hat. Folgende Laktoseintoleranz Symptome können dann auftreten:

  • Blähbauch / Blähungen
  • Schmerzen oder Krämpfe im Bauch
  • Gurgelnde oder rumpelnde Geräusche im Bauch
  • Weicher Stuhl oder Durchfall
  • Erbrechen

Wenn Du einige dieser Symptome nach dem Essen bei Dir bemerkst, dann muss dies nicht zwingend eine Laktoseintoleranz sein, denn auch viele andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie beispielsweise eine Fruktoseintoleranz, können diese Symptome aufweisen.

Bekommst Du jedoch jedes Mal wenn Du Milchprodukte zu Dir nimmst diese Anzeichen, dann liegt der Verdacht einer Laktoseintoleranz nahe. Hier empfehle ich Dir dann auf jeden Fall einen Laktoseintoleranz Test durchzuführen.

 

Laktoseintoleranz Test – einfach und schnell von Zuhause aus testen?

Ein Laktoseintoleranz Test kann beim Arzt durchgeführt werden, beispielsweise durch eine Blutabnahme oder durch einen Wasserstoffatemtest. Der Nachteil bei einem Laktoseintoleranz Test beim Arzt ist jedoch, dass dieser meist mehrere Stunden dauern kann. Viel einfacher und vor allem von Zuhause aus durchführbar ist hier der Laktoseintoleranz Test mittels Gentest.

Beispielsweise bietet cerascreen einen solchen Laktoseintoleranz Test für Zuhause an. Hierbei wird einfach eine Speichelprobe entnommen und an das Labor gesendet. Nach spätestens 9 Tagen hat man dann das Ergebnis vorliegen.

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Wann besteht ein erhöhtes Risiko an einer Laktoseintoleranz zu erkranken?

Faktoren, die Personen anfällig für Laktoseintoleranz machen können, sind:

  • Zunehmendes Alter: Laktoseintoleranz wird mit zunehmendem Alter immer häufiger, mit der Zeit wird immer weniger Laktase zur Verarbeitung von Milchzucker gebildet.
  • Abstammung: Laktoseintoleranz wird am häufigsten bei schwarzen, asiatischen, hispanischen und indianischen Personen diagnostiziert.
  • Frühgeburt: Säuglinge, die zu früh geboren wurden, können ein geringes Niveau an Laktase in ihrem Körper besitzen, weil dieses Enzym sich erst spät im dritten Trimester erhöht.
  • Erkrankungen des Dünndarms: Zu den Dünndarmproblemen, die eine Laktoseintoleranz verursachen können, gehören eine bakterielle Übersiedlung, Zöliakie und die Morbus-Crohn Krankheit.

 

Laktoseintoleranz als Kraftsportler? Das kannst Du tun

Es gibt derzeit leider keine Heilung. Die Laktoseintoleranz Symptome können jedoch durch die Reduzierung oder Vermeidung von Milchprodukten stark verringert oder gar ganz vermieden werden.

Der Markt bietet für eine Laktoseintoleranz Ernährung zum Glück auch spezielle Nahrungsmittel, wie beispielsweise laktosefreie Milch oder laktosefreie Käseprodukte.

Beim Muskelaufbau werden gerne Nahrungsergänzungsmittel, wie das beliebte Whey Protein verwendet. Dabei enthält dieses zwar auch Laktose, allerdings ist Whey Protein Laktose in Whey-Protein-Isolat Produkten am geringsten vorhanden.

Die meisten Trainierenden mit einer Milchzuckerunverträglichkeit haben also mit einem Whey Protein Isolat keine beziehungsweise nur sehr wenige Probleme.

Auch können Joghurt meist ohne Probleme gegessen werden, vor allem Joghurt mit lebenden Kulturen. Jeder muss allerdings für sich testen, in wieweit Milchprodukte vertragen werden.

Auch eine gute Möglichkeit um Laktoseintoleranz Symptome zu lindern sind sogenannte Laktase Tabletten Das sind Nahrungsergänzungsmittel, welche kurz vor der Mahlzeit eingenommen werden und dabei helfen die Laktose besser zu verdauen.

 

Fazit

Laktoseintoleranz lässt sich heutzutage einfach und sogar von Zuhause aus mittels eines Laktoseintoleranz Test durchführen. Ist die Diagnose klar, kann man auch mit einer Milchzuckerunverträglichkeit gut leben, denn die Nahrungsmittelindustrie bietet hier viele Alternativen, wodurch eigentlich auf kaum etwas verzichtet werden muss.


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5 Kommentare

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  1. Schöner Artikel über ein immer häufiger werdendes Problem. Sehr viele meiner Kunden leiden schon an Laktoseintoleranz. Die einen nur sehr schwach und können meist ein guten Wheyprotein mit Wasser gut vertragen. Andere hatten sogar mit einem sehr guten Isolat noch Probleme obwohl dort nur sehr wenig bis gar keine Laktose mehr vorhanden ist wie mir der Hersteller berichten konnte.

    Vg Stefan

  2. Ein sehr schöner Artikel, der vermutlich eine Menge Menschen interessiert. Ich habe mal gelesen, dass mittlerweile im Durchschnitt jeder 7. Deutsche an Laktoseintoleranz leidet! Finde ich schon sehr krass um ehrlich zu sein. Auch ich leide daran. Habe lange Zeit probiert laktosehaltige Produkte zu meiden. Bin vor kurzem auf Laktase gestoßen und nehme seitdem, nach Rücksprache mit meinem Arzt, Pillen wenn ich laktosehaltig gegessen habe. Er hat mir das Produkt vom Hersteller ZeinPharma nahe gelegt. Hätte wohl gute Erfahrungen mit Präparaten der Firma gemacht.

    Wäre sehr gespannt ob jemand von euch bereits Erfahrung mit diesen Produkten gesammelt hat. Was mich vor allem verunsichert ist, dass es noch keine Langzeitstudien zur Behandlung mit diesen Nahrungsergänzungsmitteln gibt. Bin mit dem Produkt dass ich momentan nehme allerdings sehr zufrieden muss ich sagen.

  3. Sehr interessante Auflistung der Ursachen! Das war mir so noch gar nicht bekannt ( die temporären, akut verlaufenden Intoleranzen). Vielen Dank für den Artikel. In Asien findet man übrigens bis zu 90% Laktoseintolerante.. Deutschland ist mit 15% noch recht schmal vertreten.

  4. Cooler Artike. Ich habe mich schon oft gefragt, ob ich nicht vielleicht auch Laktoseintolerant bin und habe irgendwie nie mit jemand darüber gesprochen und auch nicht weiter recherchiert.
    Aber werde mir mal den von euch vorgestellten Test auf Amazon kaufen. Besten Dank für den Tipp!

  5. Sehr guter Artikel – viele Leute vergessen immer das wir Menschen gar nicht dazu gemacht sind Milch im Jugend Erwachsenen Alter zu vertragen. Wir verlieren einfach die Fähigkeit zur Produktion der nötigen Enzyme. Ich finde es sinnvoller auf Milchpeodukte zu verzichten. Heutzutage gibt es super Alternativen und es ist einfach freundlicher für den Körper als ihn zu zwingen Milch Enzyme zu bauen. Weiter so mit den Artikeln sehr informativ ????
    Phil von getfitbyphil.com

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