Mixed Martial Arts kurz MMA – eine der umstrittensten Kampfsportarten der Welt!

 

MMA Mixed Martial Arts

Mixed Martial Arts oder auch MMA genannt, ist zurzeit wohl die umstrittenste Kampfsportart der Welt, obwohl eine etwas ursprünglichere Form dieses Vollkontaktsports sogar einmal olympische Disziplin gewesen ist. Kritiker benutzen häufig Worte wie „blutrünstig“ und „gewaltverherrlichend“, wenn sie sich über diese traditionsreiche Sportart auslassen. Erfahre in diesem Artikel alles über MMA und was wirklich hinter den Vorurteilen dieser Kampfsportart steckt…

 

MMA in den TV-Programmen verboten

Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass professionelles Boxen, das allgeheim hin als legitime Sportart anerkannt ist, ein mindestens ebenso hohes Verletzungsrisiko mit sich bringt wie Begegnungen in den MMA. Woran liegt es also, dass Fernsehübertragungen von MMA-Wettkämpfen in Deutschland und Österreich verboten sind, die Kämpfe trotz aller Verbote aber eine derartige Faszination auf Menschen unterschiedlichster Herkunft auswirken? Die nachfolgenden Ausführungen beleuchten die Antwort auf diese Frage ein wenig eingehender und geben einen kurzen Überblick zu den wichtigsten Aspekten rund um MMA.

 

Der Grundgedanke und die Geschichte von MMA

MMA basiert auf der Frage, welcher Kämpfer oder welche Kampfsportart unter allen möglichen Varianten die Beste sei. Das erinnert im ersten Augenblick an die berühmt-berüchtigten römischen Gladiatorenkämpfe, bei denen Sklaven und professionelle Krieger in der Arena ihre Kräfte gegeneinander maßen. Allerdings endeten die Gladiatorenkämpfe in der Regel nicht, bevor nicht einer der beiden Kontrahenten sein Leben ausgehaucht hatte, Waffen und andere Hilfsmittel waren überdies in der Regel erlaubt und sogar erwünscht.

Ganz anders dagegen verhielt es sich beim sogenannten Pankration, das zur selben Zeit existierte und in Griechenland zur olympischen Disziplin aufstieg. Hierbei maßen sich Athleten aus den sogenannten Vollkontaktsportarten Boxen und Ringen miteinander. Die Grundidee dieser Disziplin beruhte auf der Frage, welche dieser beiden Sportarten wohl die stärksten und besten Sportler hervorbrachte. Waffen oder ähnliche Hilfsmittel waren während des Pankration verboten und ein Regelwerk untersagte überdies besondere Techniken wie etwa Stöße ins Auge, in die Nasenlöcher sowie das Beißen des Gegners.

Die Frage, welche Sportart als die ultimativ Effektivste gelten könne, hat den Menschen seit der Antike nicht mehr losgelassen. Schon immer hat er versucht den Besten, Schnellsten, Klügsten einer Gruppe ausfindig zu machen, MMA ist hierbei eine Form der Möglichkeit dies auf dem Gebiet der Kampfsportarten zu erfahren.

mma kampf

 

MMA ein Kampfsporthybrid mit unterschiedlichen Techniken

Im Grunde genommen können MMA-Wettkämpfe als eine Art Sammelsurium unterschiedlichster Kampfsportarten bezeichnet werden: Schlag- und Tritttechniken treffen auf Bodenkampf- und Ringtechniken – Judo, Jiu-Jitsu, Boxen, Ringen und Kickboxen vereinigen sich miteinander und ergeben nicht nur einen Kampf zwischen den Athleten sondern ebenso einen Wettstreit zwischen den Disziplinen.

Der Ausgang ist dabei in den meisten Fällen ungewiss: Da unterschiedlichste Kämpfer mit vielseitigen Erfahrungen und sportlichem Hintergrund gegeneinander antreten, ist das Ende eines Wettkampfes nur zu den seltensten Gelegenheiten vorherzusehen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsportarten ist der Bodenkampf beim MMA nicht nur erlaubt sondern durchaus sogar erwünscht. Während die beiden Sportler beim Boxen voneinander getrennt werden, sobald einer von beiden am Boden liegt, ist der Kampf beim MMA an dieser Stelle noch längst nicht zu Ende und genau hieraus ergeben sich auch die größten Kritikpunkte.

 

Sicherheit geht vor

Entgegen der landläufigen Meinungen ist MMA aber keine Kampfsportart, die gänzlich ohne Regelwerk auskommt und bei der ausschließlich die Gewaltgier der Zuschauer und der Blutdurst besonders aggressiver Kämpfer gestillt werden. Im Gegenteil, bereits das Pankration in der Antike unterlag einem zwar schlichten aber durchaus effektiven Regelwerk.

Nicht anders verhält es sich bei den aktuellen MMA-Wettkämpfen und Turnieren. Bestimmte Techniken und Angriffsmethoden sind untersagt, außerdem werden beispielsweise Selbstverteidigungstechniken, die lediglich darauf abzielen, den Gegner schnell außer Gefecht zu setzen, im vorbereitenden Training normalerweise nicht beachtet. Intensive Trainingseinheiten verdeutlichen außerdem, dass Fitness, Technik und Reaktionsvermögen beim Training im Vordergrund stehen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

 

Neben dem Ringrichter befindet sich immer auch ein Arzt am Austragungsort des MMA-Wettkampfes, damit im Fall einer schwerwiegenden Verletzung eines Sportlers umgehend die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden können. Darüber hinaus ist es mittlerweile auch Gang und Gäbe, sich mit entsprechender Schutzkleidung auszustatten. Derartige Schutzutensilien können nicht nur bei Wettkämpfen sondern auch im Training vor eventuellen Verletzungen bewahren. Da nicht alle Arten des Körperschutzes beim MMA zugelassen sind, empfiehlt es sich die entsprechende Ausrüstung bei einem Spezialisten mit eigener Fight-Erfahrung, wie etwa bei www.vantage-fighting.com zu erwerben.

Während kritische Stimmen zumeist auf das hohe Verletzungsrisiko beim MMA hinweisen, haben Studien mittlerweile bereits gegenteilige Befunde erbracht. So zeigt sich, dass die Gefahr schwerer Hirn- und Schädelverletzungen beim traditionellen Boxkampf weitaus größer ist als beim MMA. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass beim Boxen hauptsächlich Schläge auf den Kopf ausgeteilt werden, wohingegen beim MMA beinahe der ganze Körper des Gegners attackiert werden kann.

mma bekleidung

 

Aktuelle Wahrnehmung und Entwicklung

Während MMA als Sportart in den letzten Jahren unter den Kritikern besonders verpönt war, kann in der letzten Zeit eine Art kleiner Umkehr festgestellt werden. MMA wird mittlerweile von verschiedenen Kampfsportverbänden und Communitys weltweit unterstützt. So findet sich beispielsweise unter groundandpound.de ein Kampfsportportal, bei dem Fans und Freunde von MMA über alle wichtigen Infos, anstehenden Wettkämpfe und Ähnliches unterrichtet werden.

Das öffentliche Interesse wächst in Deutschland und Österreich auch aufgrund der regelmäßig ausgetragenen Meisterschaften und Wettkämpfe der Verbände permanent weiter an. Trotz dieser Entwicklungen sind Fernsehübertragungen in Deutschland und Österreich aktuell noch immer verboten. Ob und wann sich eine Umkehr dieses Verbots ergeben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, auch wenn die derzeitigen Entwicklungen Hoffnungen bestärken.



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2 Kommentare

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  1. Hallo zusammen,

    Ich bin zufällig hierauf gestoßen. Nun ich mache WingTsun hier trainieren wir in erster Linie für die Selbstverteidigung und nicht für den Wettkampf. Ich trainiere zwar auch gerne knackig aber meine Gesundheit steht an erster Stelle. Die Verletzungsgefahr ist jedoch beim Kampfsport MMA besonders hoch. Das sollte man wissen.

  2. Hey ich finde Asiatischen Kampfsport wirklich gut, aber irgendwie gibt mir nichts so einen Kick wie normales Boxen. Ka Beim Boxen fühle ich mich irgendwie Frei und ich finde die Technik von den Profis überragend. Viele sind mittlerweile auf MMA und Kickboxen umgestiegen, ich jedoch finde immer noch das Klassische Boxen der Burner ist.

    :)

  1. […] Früher habe ich einmal etwa ein Jahr MMA trainiert. Was das genau ist und weshalb es im deutschen Fernsehen noch nicht ausgestrahlt wird, erfährst Du auf dem Aesthetics Blog.  […]

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